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Harald Zwilling

Geboren am 13.September 1977 in Zell am See/Salzburg.

Mein professionelles Ich

Ich war: Teilnehmer am zweiten Lehrgang SciMedia.
Ich bin: AWK (Akademischer WissenschaftsKommunikator) und als Redakteur von „Die Universität –Online“ der Online-Zeitung der Universität Wien tätig.

Woher komme ich?

Ich war: Student der Sozial und Kulturanthropologie und Sprachwissenschaft an der Universität Wien.
Einige meiner Lieblingsthemen waren und sind Weltsichten und Weltbilder und die daraus resultierenden unterschiedlichen Perspektiven auf bestimmte Sachverhalte, Sprache und ihre Verwendungen und die Ausbildung und Dynamik kollektiver und individueller Identitäten.

Ich bin: Magister der Ethnologie. Mein Studium schloss ich mit einer interdisziplinären Diplomarbeit (Ethnologie/Erdwissenschaften) über die Frage der Definition von Schützenswertem in Nationalparken ab: Ist (zu konservierende?) Natur in Naturparks nur Fauna, Flora und Landschaft oder umfaßt der Begriff auch geologische oder mineralogische Besonderheiten? Welche Rolle spielen disziplinäre Zugänge bei der Definition von schützenswertem in Naturparks? Wie und zu welchen Zwecken werden die Begriffe Natur und Kultur verwendet um Grenzen (etwa im Raum oder zwischen Disziplinen) zu ziehen?

Warum habe ich Scimedia absolviert?

In einem Studienmodul an der Ethnologie hatte ich schon erste Erfahrungen mit Wissenschaftskommunikation und PR gemacht. An der Linguistik habe ich mich mit Textverständlichkeit und technischer Redaktion (also quasi übersetzen von Fachsprachen in Deutsch für Gebrauchsanweisungen, Beipackzettel etc.) beschäftigt. Während meines Studiums habe ich oft FreundInnen aus anderen Disziplinen erklärt was „wir“ eigentlich tun und wozu das gut ist oder gut sein könnte. FreundInnen aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen haben mir dasselbe von ihrer Forschung erzählt. Wir alle haben dabei gelernt, dass wir miteinander reden kšnnen, dass die Grenzen zwischen den Disziplinen /Ansätzen nur so stark sind, wie wir sie ziehen, dass es viele Perspektiven, viele Wege zur Erkenntnis gibt mit ihrem jeweils eigenen Wert zur Beantwortung spezifischer Fragen. Das war für mich eine wichtige Erfahrung, die ich weitergeben will.
Ich mache jetzt im Grunde genommen wieder dasselbe wie in den oben erwähnten Gesprächen: Ich rede mit Leuten der unterschiedlichsten Disziplinen und versuche herauszukriegen worum es ihnen geht, wie sie arbeiten, was ihr Blickwinkel auf die Welt ist. Beim Berichten über Forschung ist mir wichtig, dass man eine Ahnung bekommt wie sich das anfühlt, was die da tun, was die Eigentümlichkeiten der jeweiligen Arbeit / Menschen sind. Ich will verstehen und mitteilen können aus welchem besonderen Blickwinkel diese ForscherInnen auf welchen Ausschnitt der Welt schauen und wozu genau diese Arbeit, dieser Blickwinkel gut ist oder gut werden könnte, aber auch was dabei ausgespart, überbetont oder in den Hintergrund gestellt wird.

Was mir der Lehrgang gebracht hat

Freundschaften, Kontakte, viel "alltagstaugliches" Wissen und  eine Meinung zu zahlreichen in einschlägigen Berufen relevanten Bereichen und Problemstellungen in der Wissenschaftskommunikation und der wissenschaftlichen Landschaft (nicht nur!) …sterreichs. Ein Kennenlernen der eigenen Stärken und Schwächen beim Schreiben und  Erfahrung in der SelbstprŠsentation. Diese Liste ist sicher nicht komplett: Ich erlebe immer wieder, wie mir im Lehrgang Erlerntes nützlich wird: Sei es in Interviewsituationen, beim Schreiben oder in Diskussionen zu einschlägigen Themen. Der Zugang zu praktischer Aus- und Fortbildung und auch einschlägigen Berufen oder Aufträgen wurde mir über den Lehrgang  deutlich erleichtert, sodass sich die Theorie auch mit der Praxis verbinden lie§ und lässt.

 

 

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