Petra Paumkirchner
Kurzbiobraphie:
1978 in Wien geboren.
Studium der Biologie und der Philosophie.
1999 Wahlfachausbildung am Krebsforschungsinstitut in Wien.
2002 Sponsion.
Seit 2001 Gymnasiallehrerin für Biologie am Akademischen Gymnasium in Wien 1 und wissenschaftliche Tätigkeit in der Lepidopteren-Sammlung des Naturhistorischen Museums Wien, unter anderem in der Redaktion der Fachzeitschrift "Quadrifina".
2001 Mitarbeit an der Machbarkeitsstudie über Biodiversität im Rahmen eines Projektes des Umweltbundesamtes.
Seit Frühjahr 2002 in der Redaktion der science.orf-online-Redaktion tätig.
Flexibilität ist das halbe Leben
Die Seele ist ein weites Land. Mein geistiges Interesse auch. Von meiner Ausbildung her und in meinem Herzen bin ich halb Naturwissenschaftlerin (Biologin) und halb Geisteswissenschaftlerin (Philosophin) - also eine "wissenschaftliche Chimäre". In meinen Berufen habe ich den Anspruch, beide Bereiche zu verknüpfen. Ein schwieriges Unterfangen. Bei Betrachtung meiner Tätigkeiten ist mir aufgefallen, dass ich tagtäglich zwischen drei verschiedenen Arten der Wissenschaftsvermittlung oszilliere. Wodurch zeichnen sich diese aus?
- Biologielehrerin am Akademischen Gymnasium in Wien 1:
Die Vermittlung von einfachen Grundkenntnissen aus dem Bereich der Wissenschaften an oft nicht sehr motivierte und interessierte Schüler steht hierbei im Vordergrund. Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, ist das non-plus-ultra, wobei Entertainerqualitäten gefragt sind. Man bedient sich einer äußerst vereinfachten Sprache, die aber die Richtigkeit des Inhaltes gewährleisten muss. - Wissenschaftsjournalistin in der science.orf-online Redaktion:
Wissenschaft goes public. In dieser Funktion versuche ich, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in einer allgemein verständlichen Sprache ohne allzuviel Fachvokabular der neugierigen Öffentlichkeit zu vermitteln. Eine Gratwanderung zwischen Unter- und Überforderung, die mit viel Fingerspitzengefühl bewältigt werden muss. Durch die Medienkonkurrenz ist es auch in diesem Arbeitsfeld unerläßlich, das Interesse der Leser zu wecken und zu fesseln, um im großen Pool der Nachrichtenmedien wahrgenommen zu werden. - Wissenschaftlerin am Naturhistorischen Museum Wien:
Wissenschaftler unter sich. In der Schmetterlingssammlung des Museums betreibe ich selbst wissenschaftliche Forschung und bin in der Redaktion der Fachzeitschrift "Quadrifina" tätig. Die Sprache bedient sich in hohem Maße des Fachjargons der Zoologie und ist einem Laien unverständlich. Die Präsentation der Forschungsergebnisse erfolgt mittels trockener Fakten an einen kleinen einschlägig interessierten Kreis von Wissenschaftlern.
Dass diese Arbeitsbereiche Flexibilität erfordern, liegt wohl auf der Hand. Wobei hilft mir aber meine philosophische Ausbildung? Auf diesen drei Ebenen der Wissensvermittlung ist es wichtig, Wissenschaft zu hinterfragen und aus einer sicheren Distanz objektiv zu beleuchten.
Vom Lehrgang erhoffe ich mir, meine Qualitäten als Wissenschaftsjournalistin verbessern, erweitern und ausloten zu können.
E-Mail: paumkirchner.petra@aon.at


