Julia Petschinka
Geboren am 25. August 1974 in Stockerau, NÖ.
Studium der Physik an der Uni Wien.
Experimentelle Diplomarbeit im Gebiet der Materiewellen zur Fragestellung wie weit die Quantenphysik in die "klassische" Welt hineinreicht. Gibt es eine Grenze, kann man sie verschieben?
Teilnehmerin am ersten Lehrgang SciMedia - Abschluss als science communicator Mitbegründerin von transmitter design - Atelier für Wissenschaftskommunikation, grafische Gestaltung, Illustration und Fotografie
Bis Oktober 2003 Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Zeilinger zum Thema Quantenkryptographie. Ziel: Entwicklung eines Prototypen zur Nachrichtenverschlüsselung mittels Quantenphysik.
Seit November 2003: Projektkoordination und Öffentlichkeitsarbeit bei ARC Seibersdorf research GmbH, Bereich Informationstechnologie, Arbeitsgruppe Quantentechnologie
Warum hast du den ersten Lehrgang SciMedia besucht?
Ich wollte "die Physik von innen heraus" vermitteln - als Physikerin mit der Zusatzausbildung Wissenschaftskommunikation. Und ich wollte Schreiben lernen (lacht). Mich hat auch der wissenschaftstheoretische Teil am Lehrgang extrem fasziniert. Das Hinterfragen; wieso vermitteln? wen ansprechen? wer ist "die Öffentlichkeit"?
diese Fragen gehen mir heute einfach nicht mehr aus dem Kopf. Und von PR hatte ich so gut wie keine Ahnung, da war ich neugierig.
Was ist daraus geworden?
Durch meine derzeitige Arbeit habe ich genügend Einblick in die aktuelle Forschung, sodass ich sagen kann: auch wenn ich nicht an der Uni bin, vermittle ich die Wissenschaft von "innen heraus". Die PR-Ausbildung von SciMedia war eine gute Basis für meine Arbeit, die Wissenschaftstheorie beschäftigt mich nach wie vor. Ich finde, man sollte sowieso nie aufhören, sich selbst Fragen zu stellen. Und mir macht das Schreiben großen Spaß - sicherlich auch, weil ich nicht mehr vor Verlegenheit in Ohnmacht falle, wenn ich eine Kritik, ein Portrait, eine Reportage oder einen Bericht schreiben soll.
Wie vermittelst du?
Zu meiner Arbeit gehört einerseits die Kommunikation nach außen, das heißt: Pressearbeit, Betreuung und Befüllung von Websites und auch einzelne Gespräche mit JournalistInnen, wenn sie Fragen zur Quantenwelt haben. Andererseits bin ich für die interne Kommunikation und Projektkoordination eines EU-Projekts zuständig. Das beinhaltet Newsletter schreiben, Organisation von Meetings, Projektpläne erstellen und darauf achten, dass es innerhalb des Projekts einen Informationsfluss gibt.
In meiner Freizeit vermittle ich, in dem ich Artikel schreibe. Da aber nicht nur über Physik sondern auch über Tanz.
Was hat dir der Lehrgang gebracht?
Abgesehen vom "technischen" Rüstzeug hatte ich die Möglichkeit, sehr viele wichtige Kontakte zu knüpfen und ein Netzwerk aufzubauen. Für meine Arbeit als Vermittlerin ist das extrem hilfreich. Die Ausbildung wird in meiner Arbeit auch als etwas Wichtiges und Nützliches anerkannt - und meine Meinung hat dadurch in manchen Punkten ein stärkeres Gewicht.
Viel mehr unter: http://julia.metameta.org


